Programm

Autographieren 22 Autographieren A Autopsie Von Originalen 22 Übungen Mit Griffel Und Ton 02

Im Heidelberger Forschungslabor Alter Orient steht jedes Jahr ein anderes Thema im Vordergrund: die Heilkunde des antiken Mesopotamien, Vorstellungen von Götterwelt und Transzendenz oder die historiographischen Praktiken assyrischer Herrscher...
Passend zu diesem Oberthema wird ein Korpus unveröffentlichter Keilschrifttexte ausgewählt, das die Teilnehmer bearbeiten. Hierbei begleitet und unterstützt sie unser internationales Forscherteam.

Jeder Teilnehmer widmet sich der Erschließung eines Keilschrifttexts: von der Entzifferung, über das Erstellen von wissenschaftlicher Umschrift, philologischem Kommentar und Übersetzung bis hin zur Anfertigung einer Autographie. Auch wenn jeder an seinem individuellen Editionsprojekt arbeitet, fördert das Forschungslabor den kollegialen Austausch. Schwierigkeiten, die sich im Arbeitsprozess ergeben, können jederzeit mit Dozenten und Teilnehmern diskutiert werden. Am wöchentlichen jour fixe werden ausgewählte Fragen und Problemstellungen vertieft behandelt.

So meistern die Teilnehmer gemeinsam die Herausforderungen des Entzifferns und Edierens. Am Ende des sechswöchigen Programms haben die Teilnehmer eine Publikation erarbeitet, in der die zuvor unveröffentlichten Texte der Wissenschaft zugänglich gemacht werden.

Die enge persönliche Betreuung, der tägliche Austausch und ein Arbeitsumfeld, das von hoher Motivation und Leistungsbereitschaft geprägt ist, tragen zu einer einzigartigen Lern- und Forschungserfahrung bei. Hier perfektionieren die Teilnehmer ihre editionsphilologischen Fertigkeiten und machen gleichzeitig erste Schritte in der Wissenschaft.

Für die Dauer des Programms stellen wir den Teilnehmern eine Unterkunft im Gästehaus der Universität zur Verfügung. Wir erstatten zudem ihre Kosten für die An- und Abreise nach Heidelberg.

Curriculum

Den Einstieg in das sechswöchige Curriculum bilden das gegenseitige Kennenlernen und die thematische Einarbeitung. Die Teilnehmer vertiefen ihre Fähigkeiten im Edieren von Keilschrifttexten und machen sich mit verschiedenen Methoden des Autographierens vertraut.
    
In den folgenden Wochen steht die individuelle Projektarbeit im Vordergrund. Die Teilnehmer widmen sich der Entzifferung und wissenschaftlichen Erschließung ihres jeweiligen Primärtexts. Knifflige Passagen können am wöchentlichen jour fixe im Plenum diskutiert werden. Wenn nötig, wird das Original im Museum kollationiert, um offen gebliebene Fragen zu klären. Nach sechs Wochen hat so jeder Teilnehmer ein publikationsreifes Manuskript erarbeitet.

Wochenplan

Mo
 
Individuelle Projektarbeit
 
Di

Jour fixe:

– Präsentation von Ergebnissen

– Diskussion von Fragen und Problemen

– Planung der nächsten Arbeitsschritte

Mi

Individuelle Projektarbeit

Do

Individuelle Projektarbeit

Fr

Kolloquium:

– Präsentation eigener Forschungsarbeiten

 

 

Gastwissenschaftler, die ausgewiesene Spezialisten für das jeweilige Thema sind, bereichern durch Ihre Anwesenheit das Heidelberger Forschungslabor Alter Orient. In Vorträgen werden sie einzelne thematische Aspekte vertiefen. Der Dialog mit Experten gestattet es den Teilnehmern, sich ein Forschungsgebiet umfassend zu erschließen.

Die Präsentation im Rahmen des Institutskolloqiums bietet den Teilnehmern Gelegenheit, ihre momentanen Forschungsprojekte und Qualifikationsarbeiten vorzustellen. Dabei tauschen sich die Teilnehmer nicht nur wechselseitig über ihre Interessensschwerpunkte aus, sondern profitieren auch vom fruchtbaren Austausch mit den Wissenschaftlern des Heidelberger Instituts für Assyriologie.

Zuletzt bearbeitet von: E-Mail
Letzte Änderung: 15.10.2018
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