Heidelberger Forschungslabor Alter Orient – Intensivkurs

Masterclass Sprachkurs-Stipendium Konzept 1. HFLAO Gil Breger

Für sechs Wochen Teil einer Gruppe von jungen Altorientalisten sein, die sich einem gemeinsamen Forschungsvorhaben widmen: Im Heidelberger Forschungslabor Alter Orient – Intensivkurs haben zehn motivierte Nachwuchswissenschaftler jedes Jahr die Chance, zusammen mit einem Team renommierter Fachleute ein Korpus unveröffentlichter Keilschrifttexte zu erschließen. In intensiver Zusammenarbeit entsteht eine gemeinschaftliche Publikation.

 

Die Gemeinschaft von Lehrenden und Lernenden, die Internationalität der Teilnehmer und die Chance, nachhaltige Beziehungen zu knüpfen, machen den einmaligen Charakter des Intensivkurses aus: Hier werden innovative Wege assyriologischer Forschung entwickelt und erprobt.

 

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Programm

Im Heidelberger Forschungslabor Alter Orient – Intensivkurs steht jedes Jahr ein anderes Thema im Vordergrund: Sei es die Heilkunde des antiken Mesopotamien, Vorstellungen von Götterwelt und Transzendenz oder die historiographischen Praktiken assyrischer Herrscher.

Passend zum jeweiligen Thema wird ein Korpus unveröffentlichter Keilschrifttexte ausgewählt, das die Teilnehmer bearbeiten. Hierbei begleitet und unterstützt Sie unser internationales Forscherteam.

Jeder Teilnehmer widmet sich der Erschließung eines Keilschrifttexts von der Entzifferung über das Erstellen von wissenschaftlicher Umschrift, philologischem Kommentar und Übersetzung bis hin zur Anfertigung einer Autographie.

Die enge persönliche Betreuung, der tägliche Austausch und ein Arbeitsumfeld, das von hoher Motivation und Leistungsbereitschaft geprägt ist, tragen zu einer einzigartigen Lern- und Forschungserfahrung bei. Hier perfektionieren die Teilnehmer ihre editionsphilologischen Fertigkeiten und machen gleichzeitig erste Schritte in der Wissenschaft.

 

Für die Dauer des Programms stellen wir eine Unterkunft zur Verfügung. Wir erstatten zudem die Kosten für die An- und Abreise nach Heidelberg.

 

 

 

 

 

Curriculum

Auch wenn jeder an seinem individuellen Editionsprojekt arbeitet, fördert das Forschungslabor den kollegialen Austausch. Schwierigkeiten, die sich im Arbeitsprozess ergeben, können jederzeit mit Dozenten und Teilnehmern diskutiert werden. Am wöchentlichen jour fixe werden ausgewählte Fragen und Problemstellungen der Einzel- und Gruppenarbeit vertieft behandelt. Fähigkeiten im digitalen Kopieren erwerben Sie in einem hierauf ausgerichteten Kurs. Das wöchentlich stattfindende Kolloquium dient dazu, dass Sie sich gegenseitig die Projekte vorstellen, an denen Sie gerade arbeiten, z.B. Ihre Promotionsarbeit. In einer integrierten Lehrveranstaltung werden wichtige Texte und Forschungsliteratur gemeinsam besprochen.

Am Ende des sechswöchigen Programms haben die Teilnehmer die Grundlagen einer Publikation erarbeitet, in welcher die zuvor unveröffentlichten Texte der Wissenschaft zugänglich gemacht werden. Keine Edition ohne Original: Wenn die Tafeln nicht in Heidelberg sind, werden Sie zunächst mit Fotografien arbeiten. Während einer Kollationsreise nach Berlin können Sie dort Ihre Kollationen am Original überprüfen.  

 

Gastwissenschaftler, die ausgewiesene Spezialisten für das jeweilige Thema sind, bereichern durch Ihre Anwesenheit das Heidelberger Forschungslabor Alter Orient – Intensivkurs.

 

Beispiel-Wochenplan (ohne singuläre Ereignisse wie Gastvorträge, Kollationsreise, Führungen etc.):

 

 

 

Bewerbung

Aufgrund der Pandemie musste das 2. Heidelberger Forschungslabor Alter Orient – Intensivkurs um ein Jahr verschoben werden und findet nun im Sommer 2021 statt. Das nächste Bewerbungsverfahren wird daher voraussichtlich ebenfalls erst 2021 wieder stattfinden (1.10. bis 6.12.2021).

 

Das Programm Heidelberger Forschungslabor Alter Orient – Intensivkurs richtet sich an motivierte und leistungsstarke Nachwuchswissenschaftler, die erfolgreich begonnen haben, sich die Breite des Faches zu erschließen. Das Lernen von- und miteinander ist wesentlicher Bestandteil des Forschungslabors. Deshalb suchen wir engagierte Teilnehmer, die nicht nur gute Kenntnisse der Keilschrift, des Sumerischen und des Akkadischen mitbringen, sondern mit ihrer analytischen Kompetenz, ihrer Fähigkeit zum wissenschaftlichen Denken sowie ihrem kritischen Reflexionsvermögen das Heidelberger Forschungslabor Alter Orient – Intensivkurs bereichern. Primäre Zielgruppe des Programms sind Doktoranden und Postdoktoranden kurz nach ihrer Promotion. Aber auch die Bewerbungen von talentierten Studenten, die bald ihr Masterstudium abschließen werden, sind willkommen.

 

Das Heidelberger Forschungslabor Alter Orient leistet einen aktiven Beitrag zur internationalen Vernetzung und hat sich zum Ziel gesetzt, die Wissenschaftssprachen der Assyriologie aktiv zu pflegen. Deshalb erwarten wir von unseren Teilnehmern nicht nur gute Englisch-, sondern auch Deutschkenntnisse. Die Seminare und Vorlesungen finden teils auf Deutsch, teils auf Englisch statt. Um Ihre Zeit im Forschungslabor bestmöglich zu nutzen, sollten Sie beide Sprachen gut sprechen und sehr gut verstehen können (C1). Geringere Sprachkenntnisse sind kein Hinderungsgrund; wünschenswert wäre jedoch B2 zum Zeitpunkt der Bewerbung.

 

Bitte bewerben Sie sich mit

  • einem ausgefüllten Bewerbungsformular (wird im Bewerbungszeitraum hier freigeschaltet),
  • einem Motivationsschreiben, in dem Sie u. a. Ihre Vorkenntnisse zu dem jeweiligen Thema klar benennen,
  • einem tabellarischen Lebenslauf mit Foto sowie
  • relevanten Zeugnissen und Nachweisen, u. a. Ihrer Sprachkenntnisse.

Wir bitten Sie, alle Dokumente in der genannten Reihenfolge in einem pdf-Dokument zusammenzufassen (z.B. auf MacOS über das Vorschau-Tool).

Ihre Bewerbungsunterlagen können Sie per E-Mail an forschungslabor@ori.uni-heidelberg.de senden.

 

Zudem benötigen Sie zwei Referenzschreiben, die Ihre Dozenten direkt an Herrn Professor Maul adressieren und per Mail an forschungslabor@ori.uni-heidelberg.de senden können. Bitte planen Sie bei Ihrer Bewerbung ausreichend Zeit für diese Dokumente ein. Alle Bewerbungen werden erst nach dem Ende der Bewerbungsfrist bearbeitet. Die Referenzschreiben können daher problemlos auch vor Ihrem eigenen Bewerbungsschreiben bei uns eingehen.

 

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

 

 

 

 

 

FAQ

Was ist das Heidelberger Forschungslabor Alter Orient – Intensivkurs?

Das Forschungslabor ist ein sechswöchiger Intensivkurs, in dem sich eine Gruppe motivierter junger Altorientalisten gemeinsam der Aufgabe stellt, unpublizierte Keilschrifttexte zu lesen und wissenschaftlich zu erschließen. Hierbei werden sie von einem Team erfahrener Wissenschaftler begleitet und unterstützt.

 

 

Warum sollte ich am Heidelberger Forschungslabor Alter Orient – Intensivkurs teilnehmen?

Im Heidelberger Forschungslabor Alter Orient – Intensivkurs erwerben Sie Fertigkeiten im Umgang mit unpubliziertem Textmaterial, die für die Arbeit am Keilschriftoriginal unabdingbar sind. Sie profitieren von der Betreuung durch renommierte Wissenschaftler, den vielfachen Vernetzungsmöglichkeiten und der Internationalität der Teilnehmer: Die Kommilitonen von heute sind die Kollegen von morgen!

 

 

Wann findet das nächste Heidelberger Forschungslabor Alter Orient – Intensivkurs statt?

Der zweite Intensivkurs wird aufgrund der Pandemie erst 2021 stattfinden.

 

 

Bis wann kann ich mich bewerben?

Die Bewerbungszeiträume beginnen jeweils am 1.10. und enden am 6.12.

 

 

 

Ich habe noch keinen Masterabschluss, kann ich mich trotzdem bewerben?

Für uns zählt, was Sie können und was Sie lernen wollen. Das Heidelberger Forschungslabor Alter Orient – Intensivkurs richtet sich primär an Doktoranden und promovierte Nachwuchswissenschaftler. Wir ermutigen fortgeschrittene Masterstudenten, die über gute Sprachkenntnisse im Akkadischen und Sumerischen verfügen, Keilschrifttexte sicher lesen können und ggf. erste Forschungserfahrung gesammelt haben, sich zu bewerben.

 

 

Wann erfahre ich, ob meine Bewerbung erfolgreich war?

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist werden wir die eingegangenen Bewerbungen sichten und eine Entscheidung über die Teilnehmer treffen. Um Ihnen größtmögliche Planungssicherheit zu ermöglichen, verschicken wir die Zu- und Absagen noch vor Jahresende.

 

 

Welche Kosten entstehen für mich?

Wer aufgenommen wird, wohnt für die Dauer des Programms kostenfrei in Heidelberg. Die Kosten für An- und Abreise werden erstattet, ebenso die Kosten für die Kollationsreise nach Berlin. Die Kosten für Ihre Verpflegung müssen Sie selbst übernehmen. Sie haben aber die Möglichkeit, die Mensen der Universität Heidelberg zu nutzen; das günstigste Tagesmenü kostet dort 2,20 Euro.

 

 

Kann meine Familie mitreisen?

Wir unterstützen Sie gerne, wenn Sie Ihren Ehepartner und Ihre Kinder nach Heidelberg mitbringen möchten, und gewähren hierfür finanzielle Zuschüsse. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir die Unterkünfte buchen, bevor die Teilnehmer ausgewählt sind, und hierbei keine Mitreisenden einplanen. Unter Umständen müssten Sie sich daher eigenständig um eine Unterkunft in Heidelberg kümmern. Bitte sagen Sie uns nach Ihrer Zusage schnellstmöglich Bescheid, wenn Ihre Familie mitreisen möchte.

 

 

Wie werden die Teilnehmer untergebracht?

Ein Teil der Teilnehmer wird im Gästehaus der Universität untergebracht. Dort stehen Ihnen Einzel- oder Doppelapartments zur Verfügung. Die übrigen Teilnehmer teilen sich ein kleines Ferienhaus mit gemeinsamer Küche und zwei Bädern. Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen ein Einzelapartment benötigen oder auf barrierefreie Räumlichkeiten angewiesen sind, geben Sie uns bitte Bescheid.

 

 

Kann ich mich während des Intensivkurses koscher/vegan etc. ernähren?

Es ist kein gemeinsames Essen vorgesehen, Sie können daher unabhängig und Ihrer Ernährungsweise entsprechend Ihre Mahlzeiten einnehmen. Ihre Apartments sind mit Küchen ausgestattet, Einkaufsmöglichkeiten befinden sich in der Nähe. Unsere Tagungsräumlichkeiten liegen zentral in der Altstadt; von dort können Sie die Angebote verschiedener Restaurants nutzen. Die Mensen der Universität bieten neben Tagesgerichten auch Buffets an. Glutenhaltige, vegane und vegetarische Speisen werden hierbei ausgezeichnet; bei sehr schweren Allergien ist wegen leichter Spurenübertragung hiervon jedoch abzuraten.

Die Universität Heidelberg verfügt auch über eine koschere Mensa, die während der Vorlesungszeit nach Voranmeldung ein Tagesgericht anbietet. Diese Mensa ist ca. 15 Minuten von unserem Tagungsort entfernt.

 

 

 

Zuletzt bearbeitet von: E-Mail
Letzte Änderung: 23.06.2020
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